Pfeffer & Co.

Pfeffer & Co.

Sicher kennen Sie die Redewendungen „bleib doch wo der Pfeffer wächst“; gemeint war seinerzeit aus Indien, also ziemlich weit weg. Oder auch den Spruch „gepfefferte Rechnung“, womit man ausdrücken möchte, dass es sich um einen happigen Preise („scharf gewürzt“) handelt.

Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht.

Ganz selten sagen wir auch über jemanden, dass er/sie Pfeffer im Hintern hat, also nicht stillsitzen kann. Etwas derber wird es dann mit der Ausdrucksweise, jemandem Pfeffer in den Hintern blasen, also antreiben. In der Ernährung bringt das Gewürz Pfeffer Schärfe in unsere Speisen.

 

Das Gewürz Pfeffer

Seit Pfeffer aus dem Orient auf dem Seeweg nach Europa gelangte, wurde er zu einem der wertvollsten und meistbenutzten Gewürze. Verschiedene Pfefferarten besitzen jedoch voneinander abweichende Würzkraft und unterscheiden sich ebenfalls im Geschmack.

Der Name „Pfeffer“ (lateinisch piper longum) stammt wohl aus dem Sanskrit („pippali“). Pfeffer erhitzt nicht nur den Körper und stimuliert das Nervensystem, sonst wirkt positiv auf Atemwege und Verdauungssystem, ist hilfreich bei Erkältungen und kann sogar Würmer beseitigen.

Pfeffer lässt sich als Tropenpflanze lediglich in Wintergärten und Gewächshäusern ziehen, kann bis auf zehn Meter Höhe klettern.

 

Pfeffersorten

Schwarzer Pfeffer, weißer Pfeffer, roter Pfeffer, grüner Pfeffer sind am gebräuchlichsten. Mit einer Pfeffermühle frisch gemahlen können Pfefferkörner ist gesamtes Aroma und ihre Würzkraft beweisen. Würzen Sie Fleisch, Fisch, Suppen, Gemüse und benutzen Sie ganze Pfefferkörner für schmackhafte Soßen. Schwarzer Pfeffer wird übrigens vor seiner Endreife geerntet, grüner Pfeffer im grünem Zustand, während beim weißen und roten Pfeffer rote, vollreife Pfefferfrüchte geerntet werden.

Rosa Pfeffer stammt aus Südamerika, wurde bereits bei den Inkas verwendet. Die Pfefferfrüchte sind relativ groß, lassen sich ausschließlich mittels Gewürzmühle zerkleinern und werden meist nur zu Dekorationszwecken verwendet. Exotischer rosa Pfeffer gilt unter Kennern als Delikatesse, passt zu Fisch, Gemüse und Bitterschokolade.

Jamaikapfeffer (Piment, Nelkenpfeffer) kommt ebenfalls aus Südamerika, passt zu Lamm und exotischen Gerichten.

Zitronenpfeffer

(Szechuanpfeffer, Anispfeffer), ein Rutaceaegewächs, enthält ätherische Öle, welche ihm einen säuerlichen Geschmack verleihen. Diese Pfefferart verursacht ein leichtes Prickeln im Mund, findet in der asiatischen Küche Verwendung sowie in der Ayurveda Heilkunst.

Langpfeffer bildet keine Pfefferkörner, sondern längliche Pfefferfrüchte. Diese uralte asiatische Pfefferart ist scharf und wird vor allem in der Ayurvedaküche geschätzt.

Kubebenpfeffer wird bereits in Kräuterbeschreibungen von Hildegard von Bingen erwähnt. Seine hohlen Pfefferkörner enthalten eine große Quantität ätherischer Öle und würzen klassische Currys.

Tasmanischer Pfeffer aus Australien ist sehr scharf, leicht süß. Afrikanischer Pfeffer (Mohrenpfeffer, Guineapfeffer) schmeckt leicht bitter.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/12744/

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